Zur Sache

Der Verein Nybyggare 2.0 will, dass sich Neubauern in Nordschweden etablieren. Hier stehen viele Hofstellen leer, während es in anderen Teilen Europas kaum zu erwerben gibt, vom Preisbild dort abgesehen.

Hier gibt es gute Voraussetzungen, um kleinbäuerliche Strukturen wiederzubeleben. Die Säulen dabei sind ökologisch wirtschaften - selber veredeln und in eigener Regie regional vermarkten. Das Ganze kann dann noch mit Tourismus komplettiert werden. Nur so ist mit wenige Kosten eine und relativ wenig Land eine Vollexistenz möglich.

Das Problem dabei ist, dass es heute kaum eine kleinbäuerliche Kultur in Nordschweden gibt. Es gibt ein paar Gemüsebauern, die Neubauern gerne helfen würden, in Gang zu kommen. Auch gibt es erste Ansätze für eine Direktvermarktung von ökologischen Produkten in der Region (Rekoring). Aber es ist sehr viel zu tun, und alleine, zumal ohne gute Kenntnisse der Verhältnisse vor Ort inklusive der landestypischen Eigenheiten, ist es sehr schwierig bis unmöglich, solitär bei Null anzufangen.

Der Verein Nybyggare 2.0 will hier also helfen, in Gemeinschaft mit allen Beteiligten etwas neues aufzubauen. Zum Projekt selber gibt es eine kleine Website, Nybyggare 2.0, wo das Konzept näher beschrieben wird.

Krautfahnder

Besonders interessant ist das vielleicht für junge Familien oder überhaupt jüngere Enthusiasten, die oft nur über beschränkte finanzielle Mittel verfügen. Das ganze Konzept geht ja darauf aus, die Investitionskosten niedrig zu halten (durch eigene Veredlung und Vermarktung wird die notwendige Landfläche und auch der notwendige Grad der Mechanisierung niedrig gehalten; auch sollen Ressourcen innerhalb der Bereiche Veredlung und Vermarktung genossenschaftlich bereitgehalten werden).

Einer der größten Posten ist dabei der Erwerb der Immobilie. Hier könnten die Crowdfounder helfen. Die Idee ist, dass der Verein aus den von den Crowdies bereitgestellten Mitteln Immobilien erwirbt und diese dann an die Neubauern zehn Jahre lang verpachtet. Danach können die Nybyggare den Hof für eine Krone kaufen.

Der Verein hat auch EU-Mittel und regionale Fördermittel beantragt, um das ganze Projekt voranzutreiben. Aber aus keinem dieser Töpfe kann der Erwerb von Immobilien finanziert werden (gefördert werden aber Initiativen zur Wissensvermittlung und der Entwicklung und Vermarktung regionaler Lebensmittel, zumal aus ökologischer Produktion).

Um also auch weniger Betuchten den Start ermöglichen zu können, brauchen wir Crowdies.

 

Rendite

Die wichtigste Rendite ist hier natürlich von sozialer Natur: Wege zu schaffen für ökologische und soziale Entwicklung, mehr Unabhängigkeit von großkapitalen und zentralistischen Strukturen, für gelebte Nachhaltigkeit.

Aber natürlich soll es auch eine finanzielle oder anderweitige Rendite geben. Wie die konkret aussieht, muss noch konkret zwischen allen Beteiligten diskutiert werden. Denkbar wären Renditen um die 5% oder aber auch Anteile in Form von Warenkörben oder Urlaubsunterkünften. Aber wie gesagt, da sind wir erst am Anfang der Diskussion.

 

Sicherheiten

Jeder Crowdfounder erhält eine Hypothek über den eingebrachten Betrag. Außerdem wird die Buchführung des Vereins für alle Crowdies jederzeit aktuell einsehbar sein. Damit soll jeglicher Missbrauch der Gelder verhindert werden.

Der Verein selber wird keine wie auch immer gearteten externen finanziellen Verbindlichkeiten auf sich ziehen, so dass jegliches Risiko eines Konkurses nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden kann.

Für weitere Ideen seitens der Crowdies sind wir natürlich offen.